Terrassenbeschattung Ratgeber

Material

Helles oder dunkles Tuch?

Kurz gesagt

Außen liegend ist hell im Vorteil, weil es reflektiert. Unter dem Glas ist dunkler oft angenehmer, weil es weniger blendet. Für den UV-Schutz zählt ohnehin das Gewebe, nicht die Farbe.

Zwei Effekte, die gegeneinander laufen

Die Frage „hell oder dunkel“ wird gern mit einer einfachen Regel beantwortet — und die stimmt nur zur Hälfte. Es wirken zwei Dinge gleichzeitig:

  • Helle Gewebe reflektieren mehr Strahlung, nehmen also weniger Energie auf und erwärmen sich selbst weniger. Das spricht für Hell.
  • Dunkle Gewebe absorbieren mehr Licht und lassen dadurch weniger davon durch. Unter einem dunklen Tuch ist es blendfreier und optisch schattiger. Das spricht für Dunkel.

Welcher Effekt überwiegt, hängt davon ab, wo das Tuch hängt.

Außen: hell ist im Vorteil

Liegt die Beschattung über dem Glas, zählt vor allem, wie viel Energie zurückgeworfen wird. Ein helles Tuch reflektiert stärker, und die Wärme, die es selbst aufnimmt, gibt es an die Außenluft ab — nicht in den Raum. Für Aufdachlösungen sind helle Farben deshalb die naheliegende Wahl.

Innen: dunkel blendet weniger

Hängt das Tuch unter dem Glas, ist die Strahlung ohnehin schon drin. Ein dunkles Tuch schluckt mehr Licht und wirkt deshalb angenehmer gegen Blendung — es erwärmt sich dabei allerdings selbst und gibt diese Wärme nach unten ab. Ein helles Tuch unter Glas reflektiert einen Teil zurück nach oben, macht den Raum aber heller.

Praktisch heißt das: Wer unter dem Dach liest oder arbeitet, ist mit einem mitteldunklen Gewebe meist zufriedener. Wer den Raum hell mag und die Wärme über Lüftung oder Aufdachbeschattung im Griff hat, wählt hell.

Was mit der Zeit passiert

Dunkle Töne zeigen Ausbleichen deutlicher, helle zeigen Verschmutzung deutlicher. Spinndüsengefärbte Gewebe halten ihre Farbe erheblich länger als oberflächlich gefärbte — das ist bei der Farbwahl der wichtigere Punkt als der Ton selbst.

Häufige Fragen

Ist ein helles oder dunkles Sonnensegel besser?

Außen liegend ist hell im Vorteil, weil es mehr Strahlung reflektiert und die aufgenommene Wärme an die Außenluft abgibt. Unter dem Glas wirkt ein dunkleres Tuch angenehmer gegen Blendung, erwärmt sich dabei aber selbst.

Wird es unter einem dunklen Sonnensegel heißer?

Das Tuch selbst wird wärmer, weil es mehr Strahlung aufnimmt. Ob es darunter wärmer wird, hängt davon ab, ob die Wärme abziehen kann — bei luftdurchlässigen Geweben und offenen Seiten spielt es kaum eine Rolle.

Hat die Farbe Einfluss auf den UV-Schutz?

Weniger, als viele annehmen. Entscheidend sind Material, Bindung und Ausrüstung. Ein helles Gewebe kann besser sperren als ein dunkles derselben Serie — maßgeblich ist das Datenblatt.

Welche Farbe bleicht am wenigsten aus?

Weniger die Farbe als das Färbeverfahren entscheidet: Spinndüsengefärbte Gewebe sind in der Faser durchgefärbt und halten ihre Farbe deutlich länger als oberflächlich gefärbte.

Quellen

  1. UV Standard 801, EN 13758 und AS/NZS 4399 — Prüfverfahren für den UV-Schutzfaktor von Textilien — Prüfstandards; das BfS benennt diese drei als die maßgeblichen

Wir verlinken als Quellen ausschließlich Normen, Behörden, Prüfinstitute, Fachverbände und technische Datenblätter — keine Shops und keine Ratgeberseiten. Zuletzt geprüft: August 2026. Angaben ohne Gewähr.

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