Planung
Größe und Form richtig bestimmen
Kurz gesagt
Der Schatten liegt nur mittags unter dem Segel — sonst wandert er. Und das Segel muss kleiner sein als der Abstand zwischen den Befestigungspunkten, sonst fehlt der Weg zum Spannen.
Die Fläche, die beschattet wird, ist kleiner als das Segel
Ein häufiger Planungsfehler: Es wird die Segelfläche gemessen und angenommen, so groß sei der Schatten. Tatsächlich fällt der Schatten nur bei senkrecht stehender Sonne deckungsgleich unter das Tuch. Steht die Sonne tiefer, wandert er zur Seite — und ein geneigtes Segel wirft ohnehin einen verzerrten Schatten.
Als Planungsregel: Das Segel gehört auf die Sonnenseite der Fläche, die beschattet werden soll, nicht mittig darüber. Bei einer Südwestterrasse also nach Südwesten versetzt.
Wie viel Segelfläche man braucht
Der Bedarf ergibt sich aus der genutzten Fläche plus Zuschlag für die Wanderung des Schattens. Ein einfacher Weg:
- Nutzfläche messen — die Sitzgruppe oder den Bereich, der tatsächlich im Schatten liegen soll, nicht die ganze Terrasse.
- Zuschlag für den Sonnenstand: Wer die Fläche vor allem nachmittags nutzt, plant in Richtung Westen zusätzliche Fläche ein.
- Befestigungsabstände dazurechnen: Zwischen Segelecke und Befestigungspunkt liegen Spannschloss und Karabiner. Je nach Beschlag kommen pro Ecke einige Zentimeter dazu — das Segel muss also kleiner sein als der Abstand zwischen den Punkten.
Form nach Punktlage wählen
Nicht die Wunschform bestimmt die Punkte, sondern umgekehrt:
- Drei tragfähige Punkte → Dreieck. Am einfachsten zu spannen, verzeiht ungleiche Höhen am besten.
- Vier Punkte in etwa rechtwinkliger Anordnung → Rechteck oder Quadrat. Deckt mehr Fläche, braucht aber unterschiedliche Höhen für den Wasserablauf.
- Unregelmäßige Punktlage → Maßanfertigung oder zwei kleinere Segel. Ein Standardsegel in eine schiefe Situation zu zwingen, endet in Falten und Flattern.